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Bombenfund im Rhein: Halb Koblenz wird evakuiert

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Bombenfund im Rhein: Halb Koblenz wird evakuiert

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Nach dem Fund einer britischen Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg herrscht in Koblenz Ausnahmezustand. Der Blindgänger war im Rhein wegen des niedrigen Wasserpegels entdeckt worden. Die 1,8 Tonnen schwere Bombe, sowie

eine 125 Kilo schwere Fliegerbombe und ein Tarnnebelfass sollen am Sonntag entschärft werden.

Dr. Joachim Hofmann-Goettig, der Bürgermeister von Koblenz, rekapitulierte die Fakten: “Sie wissen, was ansteht am Sonntag: Die größte Evakuierungsmaßnahme in der Geschichte unserer Stadt mit rund 45.000 betroffenen Koblenzern.”

Die Räumung eines Gefängnisses hat bereits begonnen. Die Insassen werden in anderen Haftanstalten in Rheinland-Pfalz untergebracht.

Die Verlegung der Patienten aus den Krankenhäusern im Sperrbezirk ist weitgehend abgeschlossen.

Die Evakuierung der Hälfte der Stadt ist eine logistische Mammutaufgabe. Mehr als 2.500 Einsatzkräfte arbeiten unermüdlich, damit am Sonntag alles glatt läuft. Bei den älteren Bewohnern ruft die Bombe schlimme Kriegserinnerungen wach.