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Kosovaren und Serben haben sich bei ihren

Verhandlungen zu einer gemeinsamen Grenzkontrolle offenbar auf einen Kompromiss geeinigt.

EU-Vermittler Robert Cooper teilte mit,

beide Seiten hätten sich darauf verständigt, die umstrittenen Grenzübergänge zwischen dem Kosovo und Serbien in Zukunft gemeinsam zu verwalten:

“Die EULEX wird, entsprechend ihres Mandats, an allen Grenzübergängen präsent sein. In Übereinstimmung mit dem neuen Abkommen werden die Übergänge aber nicht mehr nur an einem Tor kontrolliert, sondern an zweien. Auch die Zollstationen werden doppelt besetzt.”

Da Belgrad das Kosovo weiterhin als sein Staatsgebiet betrachtet, käme eine Einigung im Grenzstreit einer Anerkennung der Staatsgrenzen

gleich, was Belgrad – aufgrund der Proteste in der Bevölkerung dagegen – vermeiden möchte.

Die EU und Serbien hatten sich verstärkt bemüht, Fortschritte zu erzielen, um für Belgrad doch noch den EU-Kandidatenstatus zu erreichen, für den eine Normalisierung des Verhältnisses zum Kosovo als Vorrausetzung gilt.