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Geeintes Russland trotz starker Verluste stärkste Partei

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Geeintes Russland trotz starker Verluste stärkste Partei

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Die Regierungspartei Geeintes Russland von Ministerpräsident Wladimir Putin hat der Parlamentswahl massive Verluste hinnehmen müssen. Nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen liegt sie bei 50,6 Prozent und wurde damit erneut stärkste Partei. Das wäre viel weniger als noch bei der Wahl 2007, als der Partei 64,3 Prozent zugesprochen worden waren. Damit hätte die Putin-Partei ihre Zweidrittelmehrheit in der Staatsduma verloren. Auch die Kommunisten kamen mit knapp 20 Prozent wieder ins Parlament, die moderate Oppositionskraft Gerechtes Russland kam auf fast 13 Prozent und die Liberaldemokratische Partei des Ultranationalisten Wladimir Schirinowski auf gut 12 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei mehr als 60 Prozent, wie Wahlleiter Wladimir Tschurow sagte. In dem flächenmäßig größten Land der Erde mit neun Zeitzonen waren insgesamt etwa 110 Millionen Menschen zur Wahl der 450 Abgeordneten für die Staatsduma aufgerufen. Zu der Abstimmung waren alle sieben in Russland registrierten Parteien zugelassen. Regierungsgegner, die einen Machtwechsel anstreben, hatten allerdings keine Partei-Registrierung erhalten und waren von der Wahl ausgeschlossen. Das Parlament wird nach einer Verfassungsänderung erstmals für fünf Jahre gewählt.