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Opposition klagt über Manipulationen bei Dumawahl

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Opposition klagt über Manipulationen bei Dumawahl

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Rund 110 Millionen Russen sind an diesem Sonntag zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. In einer Moskauer Schule gaben am Morgen Staatspräsident Dmitri Medwedew und seine Frau Swetlana ihre Stimme ab. Medwedew ist Spitzenkandidat der Regierungspartei Geeintes Russland. Die Kremlpartei erwartet einen haushohen Sieg. In der scheidenden Duma stellte die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) unter ihrem langgedienten Vorsitzenden Gennadi Sjuganow die zweitstärkste Fraktion.

Kremlkritiker klagen über Manipulationen in großem Stil vor. Nach Angaben der gemäßigten Oppositionspartei Jabloko wurden Wähler in Scharen in die Wahllokale gefahren, um in so bezeichneten “Karussells” illegal reihenweise und mehrfach abzustimmen. Die einzige unabhängige russische Wahlbeobachterorganisation Golos berichtete von massiven Cyberangriffen auf ihre Website. Auch die Websites von mehreren Rundfunksendern und Zeitungen waren nicht erreichbar.

In Moskau und anderen Städten protestierten Regierungsgegner gegen den aus ihrer Sicht “undemokratischen Urnengang”.