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Afghanistan soll ein Staat werden - wenn Pakistan und Taliban es lassen

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Afghanistan soll ein Staat werden - wenn Pakistan und Taliban es lassen

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Die internationale Gemeinschaft hat Afghanistan

Hilfsleistungen bis 2024 zugesichert, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Im Gegenzug verpflichtet sich die Regierung in Kabul zu demokratischen Reformen und Korruptionsbekämpfung. Das Ziel: In 13 Jahren soll Afghanistan ein voll funktionsfähiger Staat sein.

Auf diese Abschlusserklärung haben sich

85 Staaten und 15 Organisationen der Afghanistan-Konferenz in Bonn verständigt.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle:

“Glaubwürdige gegenseitige Verpflichtungen zwischen Afghanistan und der internationalen Gemeinschaft begründen eine neue Partnerschaft. Das Engagement in und für Afghanistan geht nach 2014 weiter. Im Gegenzug Zeit bemüht sich Afghanistan weiter um eine professionellere Regierungsführung, mehr Rechtsstaat und weniger Korruption.”

Nach dem Abzug der internationalen Kampftruppen 2014 stehe man vor einem “Jahrzehnt der

Transformation”.

Dabei unterstützt die internationale Gemeinschaft einen Aussöhnungsprozess mit Aufständischen wie Taliban mit folgenden Leitlinien: Gewaltverzicht, Bruch mit dem internationalen Terrorismus, Respekt für die afghanische Verfassung und die Menschenrechte.

Konkrete Zusagen sollen auf einer Geberkonferenz in Tokio 2012 folgen.

In Bonn nicht engagiert: Die radikal-islamischen Taliban, die bis zum Einmarsch internationaler Truppen 2001 fünf Jahre lang das Land weitgehend beherrschten und der Nachbar Pakistan.

mit Reuters, AFP, dpa