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Greenpeace dringt in französische Nuklearanlage ein

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Greenpeace dringt in französische Nuklearanlage ein

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Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace sind in der Nacht in ein französisches Atomkraftwerk eingedrungen und auf das Dach der Anlage geklettert.

Bei der Protestaktion in Nogent-sur-Seine 95 Kilometer südöstlich von Paris hatten Atomkraftgegner auf dem Dach des Reaktorblocks

Spruchbänder mit der Aufschrift “Coucou” (“Kuckuck da”), “Facile” (“Leicht”) und “Sichere Atomkraft gibt es nicht” entfaltet. Die Aktivisten ließen sich ohne Widerstand von der Polizei festnehmen. Betreiberfirma EDF (Electricite de France) gab an, die Aktivisten seien “sofort entdeckt” und bis zum Eintreffen der Polizei “beobachet” worden.

Greenpeace-Aktivistin Sophia Majnoni sagt: “Wir haben mit unserer Aktion gezeigt, wie schwach die Sicherheit ist. Innerhalb von 15 Minuten waren wir im Herzen der Nuklearanlage.”

Industrieminister Eric Besson kündigte eine Untersuchung an. Sollten Mängel bei der Sicherheit festgestellt werden, sei dies tatsächlich eine Funktionsstörung, die behoben werden müsse, sagte der Minister. Frankreich bestreitet 75 Prozent seiner Elektrizität mit Atomkraft.

Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers EDF wurde die Sicherheit der Anlage in Nogent-sur-Seine durch die Greenpeace-Aktion nicht beeinträchtigt.