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OECD: Einkommensschere geht weiter auseinander

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OECD: Einkommensschere geht weiter auseinander

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In den Industriestaaten ist die Einkommensschere zwischen arm und reich im vergangenen Vierteljahrhundert immer weiter auseinandergegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine seit langem erwartete Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die jetzt in Paris vorgestellt wurde. In nur fünf der 22 OECD-Mitgliedsstaaten wurde ein gegenläufiger Trend registriert.

Die Einkommens-Ungleichheit sei auf dem höchsten Stand seit einem halben Jahrhundert, erklärte OECD-Generalsekretär Angel Gurria. Das Durchschnittseinkommen der reichsten zehn Prozent sei neun Mal so groß wie das der ärmsten zehn Prozent. Vor 25 Jahren sei es nur sieben Mal so groß gewesen.

Am stärksten öffnete sich die Einkommensschere in Mexiko, den USA, Israel und Großbritannien. Gegen den Trend entwickelten sich dagegen Frankreich, die Türkei und Griechenland.

Dass die Reichen immer reicher werden, hat auch etwas mit dem technologischen Fortschritt und gestiegenen Bildungsausgaben zu tun. Dagegen haben es mittlere und untere Schichten immer schwerer, in die Funktionseliten aufzusteigen. Als Gegenmaßnahmen empfiehlt die OECD bessere Bildungssysteme, Arbeitsmarktreformen und gerechtere Umverteilung.