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Vor Strafrichtern - Gbagbo schimpft auf Franzosen

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Vor Strafrichtern - Gbagbo schimpft auf Franzosen

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Er sei unter französischem Bombardement festgenommen worden, beschwerte sich der  frühere Präsident der Elfenbeinküste, Laurent
Gbagbo. Es war sein erster Auftritt vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) nach seiner Festnahme vor knapp acht Monaten – der erste eines ehemaligen Staatschefs überhaupt. 
 
 
Gbagbo:
 
“Meine Verhaftung lief so ab: Die französische Armee hat die Arbeit gemacht. Sie übergab uns an die Kräfte von Allassane Ouattara – zu der Zeit noch nicht die regulären Truppen der Elfenbeinküste.”
 
 
Dem 66-Jährigen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach den Wahlen in dem westafrikanischen Land vor einem Jahr vorgeworfen. Er soll für den Tod von mehr als 1000 Menschen verantwortlich sein, für Vergewaltigungen und andere Formen sexueller Gewalt.
 
Gbagbo hatte sich nach seiner Wahlniederlage im November 2010 geweigert, dem Sieger Alassane Ouattara das Amt zu übergeben. Den
bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Macht sollen etwa 3000 Menschen zum Opfer gefallen sein. Mehr als eine Million Menschen ergriffen die Flucht.
 
Bei einem Schuldspruch droht ihm lebenslange Haft.
 
 
mit dpa, AFP, Reuters