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Greenpeace zeigt Sicherheitslücken in französischen AKWs

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Greenpeace zeigt Sicherheitslücken in französischen AKWs

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In Frankreich hat eine spektakuläre Greenpeace-Aktion für Aufsehen gesorgt: Am Dienstag abend wurden zwei Aktivisten festgenommen, die trotz aller Sicherheitsvorkehrungen in das Atomkraftwerk Cruas im Süden des Landes eingedrungen waren und sich den ganzen Tag dort versteckt hatten. Greenpeace wollte so auf Sicherheitsmängel in französischen Atomanlagen aufmerksam machen. “Wir sind nicht auf ein Fukushima-Szenario vorbereitet”, erklärt Greenpeace-Sprecherin Karine Gavand, “und auch nicht auf einen möglichen Terroranschlag. Man hält die Risiken für zu gering und ignoriert sie daher. Frankreichs Atomkraftwerke sind nicht ausreichend abgesichert.”

Bereits am frühen Montag morgen waren mehrere Greenpeace-Aktivisten in das rund 100 Kilometer von Paris entfernte Atomkraftwerk Nogent-sur-Seine eingedrungen – und sie erklärten anschließend, sie hätten dafür nicht länger als eine Viertelstunde gebraucht. In mehreren weiteren Atomanlagen wurden Greenpeace-Transparente und Leitern gefunden. Die Polizei durchsuchte alle 18 Atomkraftwerke des Landes und nahm insgesamt 11 Umweltschützer fest. Sie sollen voraussichtlich im April vor Gericht kommen.