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FARC will Geiseln freilassen

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FARC will Geiseln freilassen

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Nach der Ermordung von vier Geiseln haben zehntausende Kolumbianer gegen die Guerilla-Gruppe FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia, Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) demonstriert. Bei Protestmärschen in Bogotá, Cali, Medellin und anderen Städten des Landes forderten sie die Freilassung aller Geiseln und das Ende der Rebellenbewegung. Kurz darauf kündigten die Rebellen auf ihrer Internetseite die Freilassung weiterer Verschleppter an.

An den Protesten gegen die FARC beteiligten sich auch Präsident Juan Manuel Santos und mehrere seiner Minister. Er forderte die Freilassung aller Geiseln. Santos sagte: “Wenn ihr wirklich Frieden für dieses Land wollt, lasst sie alle ohne Bedingungen frei.”

Im Ausland, darunter in Madrid, Miami, New York und Washington, fanden ebenfalls Kundgebungen statt.

Die 1964 gegründete FARC gilt als bedeutendste Rebellenorganisation Kolumbiens. Ihr gehören rund 8000 Kämpfer an.

Nach offiziellen Angaben haben die Rebellen derzeit noch mindestens elf Polizisten und Soldaten in ihrer Gewalt. Wieviele Zivilisten in ihrer Hand sind, ist nicht bekannt.

Vor allem in den Grenzgebieten zu Venezuela und Ecuador sind die Kämpfer der FARC aktiv. Seit den 1980er Jahren versucht die FARC durch Entführungen von Beamten und Politikern Druck auf die Regierung auszuüben.

Die FARC bezeichnet sich selbst als marxistisch. Sie wird von Kolumbien, Perú, USA, Kanada und den 27 EU-Mitgliedsstaaten als terroristische Organisation eingestuft