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Hunderte Kreml-Gegner hinter Gittern

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Hunderte Kreml-Gegner hinter Gittern

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Bei neuen Protesten gegen das Ergebnis der Parlamentswahl in Russland wurden mehr als 100 Demonstranten festgenommen.
 
Der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow hat sich mittlerweile eingeschaltet und fordert Neuwahlen.
 
Den festgenommenen Regierungsgegnern drohen unterdessen bis zu 15 Tage Haft wegen angeblichen Widerstands gegen die Polizei.
 
Der Star der Protestszene, der Blogger Alexei Navalny, legte Berufung gegen das Urteil ein und scheiterte. Bei dem Gerichtsverfahren befragten sie keine Zeugen, akzeptierten keine Beweise, wie Videoaufnahmen, Fotos und Tonaufnahmen. Man könne also nicht wirklich von einem Gerichtsverfahren sprechen, so Navalny.
 
Das russische Staatsfernsehen ließ kein Wort über die Anti-Putin Proteste verlauten und berichtete vielmehr über eine Kundgebung von Putintreuen, die sich in Moskau versammelt hatten, um die Regierungspartei “Geeintes Russland” zu unterstützen.  
 
Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin lässt sich von den Protesten nicht beirren und hat sich bei der Wahlkommission als Präsidentschaftskandidat registriert. Putin ist seit 11 Jahren an der Macht und will sich im März 2012 erneut das Amt des Präsidenten sichern.