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Mosche Katzavs Fall

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Mosche Katzavs Fall

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Israels Ex-Präsident Mosche Katzav muss ins Gefängnis. Das Oberste Gericht in Jerusalem hat eine Berufung abgelehnt.

Der Likud-Politiker war wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Katzav selbst beharrt auf seiner Unschuld, er fühle sich “lebendig begraben.” Er sei Opfer einer Intrige:

“Heute geht der Staat Israel gegen einen Mann vor, aufgrund irgendwelcher Eindrücke, ohne Aussagen zu dem, was tatsächlich passiert ist, ohne Beweise.”

Der Fall Katzavs beschäftigt Israel seit mehr als fünf Jahren. 2007 hatte er als Präsident zurücktreten müssen. In den sieben Jahren seit Amtsantritt hatte es immer wieder schmuddelige Geschichten gegeben.

Verurteilt wurde er schließlich wegen Vergewaltigung einer früheren Mitarbeiterin in seiner Zeit als Tourismusminister Ende der neunziger Jahre.

Katzavs Zelle im Gefängnis Maasijahu in der Nähe der Stadt Ramla südöstlich von Tel Aviv liegt in einem Trakt für strengreligiöse Juden. Die Häftlinge müssen dort religiöse Studien betreiben und haben keinen Zugang zu Fernsehen oder Zeitungen.

Katsavs Zellengenosse ist nach Medienberichten der frühere Minister Schlomo Benisri, verurteilt wegen Bestechlichkeit.

mit Haaretz, BBCnews