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Putin-Gegner planen neue Proteste

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Putin-Gegner planen neue Proteste

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Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin lässt sich von den Protesten nicht beirren und hat sich bei der Wahlkommission als Präsidentschaftskandidat registriert. Putin ist seit 11 Jahren an der Macht und will sich im März 2012 erneut das Amt des Präsidenten sichern.

Hunderte Regierungsgegner, die ein Russland ohne Putin forderten, sitzen derzeit hinter Gittern.

Grigori Jawlinski, der Gründer der Oppostionspartei “Jabloko”, prangerte Wahlbetrug im großen Stil an. Er ist entrüstet und will die offiziellen Wahlergebnisse vor Gericht anfechten: “In mehreren Wahlbüros wurden die Ergebnisse gefälscht. Insgesamt wurde uns nur die Hälfte unserer Stimmen angerechnet. Wir wissen wieviel Prozent wir in Moskau und Sankt Petersburg erzielt haben. Man kann es in den Protokollen im Internet nachlesen. Wir haben also eigentlich in zahlreichen Wahlbezirken in Moskau gewonnen.”

Im Zentrum von Moskau haben sich unterdessen rund 3.000 Putintreue versammelt, um die Regierungspartei “Geeintes Russland” zu unterstützen. Das russische Staatsfernsehen berichtete über diese Kundgebung, ließ jedoch kein Wort über die Anti-Putin Proteste verlauten.

Für den kommenden Samstag rief die Opposition im Internet zu einer genehmigten Demonstration in der Nähe des Kremls auf. Mehr als 10.000 Menschen haben sich bereits über soziale Netzwerke dazu angemeldet.