Eilmeldung

Eilmeldung

Radioaktives Cäsium in Babymilch: Halb so schlimm

Sie lesen gerade:

Radioaktives Cäsium in Babymilch: Halb so schlimm

Schriftgrösse Aa Aa

In Japan sind in Baby-Milchpulver des Herstellers Meiji Spuren von radioaktivem Cäsium gefunden worden. Für 400.000 Packungen der Babynahrung läuft nun eine Rückrufaktion. Die Werte sollen zulässige Grenzwerte jedoch nicht überschritten haben. Der Vorfall steht in Zusammenhang mit dem Atom-Unfall in Fukushima.

Yumi Shimasaki ist eine junge Mutter. Sie hofft, dass ihrem kleinen Mädchen nichts passiert ist, denn sie hat Meiji-Babypulver benutzt: “Als ich das in den Nachrichten hörte, habe ich sofort nachgesehen, welche Milch ich meinem Baby gebe. Es war Meiji-Milch. Jetzt gebe ich meiner Kleinen etwas anderes.”

Auch Mutsumi Suda ist Mutter eines Babys und jetzt verunsichert: “Ich weiss gar nicht mehr, was ich glauben soll. Zuerst sagen sie uns, es wäre sicher, Milchpulver zu benutzen, dann die Rückrufaktion und jetzt ist es angeblich doch wieder in Ordnung, weil die Werte so gering sind.”

Im Internet hat die Firma Meiji die Seriennummern aller Milchprodukte veröffentlicht, bei denen erhöhte Cäsiumwerte vorliegen könnten. Meiji bietet den Kunden an, die verseuchten Produkte kostenlos umzutauschen – gegen ein anderes Meiji-Produkt.

Die in der Babymilch gefundene Menge belief sich auf bis zu 30,8 Becquerel pro Kilogramm. Der für Kindernahrung zulässige Grenzwert in Japan liegt bei 200 Becquerel pro Kilogramm.

Vor einiger Zeit musste in Japan Reis aus dem Verkehr gezogen werden, der mit einer Belastung von 630 Becquerel pro Kilogramm den zulässigen Höchstwert von 500 Becquerel pro Kilogramm überschritten hatte.