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Baschar al-Assad: "Nur Verrückte töten die eigenen Leute"

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Baschar al-Assad: "Nur Verrückte töten die eigenen Leute"

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Während immer neue – wenn auch unbestätigte – Amateurvideos von der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste in Syrien zeugen, hat Präsident Baschar al-Assad in einem Interview mit einem US-Fernsehsender jede Schuld zurückgewiesen. Er habe nie den Befehl gegeben, die Opposition zu unterdrücken, sagte er, und: keine Regierung töte die eigenen Leute, solange sie nicht von einem Verrückten geführt werde. An der Gewalt sind laut Assad andere schuld: “Es ist ein großer Unterschied, ob man eine Politik der Brutalität verfolgt, oder ob einige Beamte Fehler machen.”

Für die US-Regierung sind diese Aussagen allzu bizarr. Der Sprecher des US-Außenministeriums Mark Toner sagte, Assad habe jegliche Glaubwürdigkeit eingebüßt. “Entweder hat Assad seine Macht in Syrien völlig verloren und ist nur mehr eine Marionette”, so Toner, “oder er hat keinerlei Bezug mehr zur Realität.”

In Syrien gehen die Regimegegner unverdrossen weiter auf die Straße, obwohl nach Schätzungen der Vereinten Nationen seit März bereits mehr als 4000 Menschen getötet wurden, zum größten Teil Oppositionsanhänger. Experten sind besorgt, dass Syrien vor einem Bürgerkrieg steht.