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Klimagerangel in Durban

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Klimagerangel in Durban

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Es wird heftig gerungen auf der Klimakonferenz in Durban – zwischendurch auch mal handgreiflich, als Umweltaktivisten dem Gastgeber, Südafrikas Präsidenten Jakob Zuma, vorwarfen, auf Seiten der Blockierer zu stehen, und Zumas Anhänger ihnen nonverbal Paroli boten.

Die Konferenz selbst kommt, wenn überhaupt, nur in winzigen Schritten voran. Der Chefunterhändler der USA beeilte sich, zu dementieren, dass sein Land ein neues Abkommen bis 2020 hinauszögern wolle, was ihm im Saal nicht jeder abnahm…

Während die Klimaaktivisten draußen auf einen Nachfolger für das Kyoto-Protokoll dringen, sehen Beobachter immer weniger Chancen, dass bis zum Abschluss an diesem Freitag der große Wurf gelingt.

Michel Jarraud vom Weltmeteorologenverband warnt: “Wir haben dieses Jahr schon verkündet, dass die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre Rekordwerte erreicht. Es ist klar, dass wir vor sehr großen Herausforderungen stehen, wenn wir unter zwei Grad Erwärmung bleiben wollen. Je mehr Beschlüsse aufgeschoben werden, desto schwerer wird dieses Ziel erreicht.”

Das Problem liegt weiter vor allem bei den großen Luftverschmutzern USA und Indien – und was genau der Dritte im Bunde, China, zugestehen will, war auch am vorletzten Tag der Konferenz den anderen nicht ganz klar. Die EU schloss sich mit gut hundert Entwicklungsländern und Inselstaaten zusammen, um den Druck auf die Blockierer zu verstärken. Fortschritte gab es bei den Details zum Klimafonds für Entwicklungs- und Schwellenländer.