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Maastricht - zwischen Marathon und Waterloo

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Maastricht - zwischen Marathon und Waterloo

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Seit genau zwanzig Jahren ist diese kleine Stadt in den Niederlanden eine historische Berühmtheit, fast wie Marathon oder Waterloo. In Maastricht entstand damals der Vertrag über die EU, wichtigster Teil: Die Schaffung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion in drei Stufen.

Theo Aquarius, Maastricht: “Das was ein dickes Ding damals, ich weiß es noch. Was nicht funktioniert hat, sehen wir heute.”

Vor allem die Wirtschaftsunion durchläuft zum Jubiläum einen Stresstest.

Oder eine Zerreißprobe, fürchtet der Maastrichter Piet Eichholtz:

“Wenn der Euro nicht überlebt, dann geht es drunter und drüber. Dann passieren Sachen, die kann keiner vorhersehen. Ich meine, wir sollten uns für sein Überleben einsetzen. Wir sollten ihn retten.”

Andenkenhändler Tom Westwoudt lebt vom Euro und hat einen persönlichen Wunsch an die EU-Politiker:

“Wir haben hart für all das hier gearbeitet. Internet, Webseite, all das läuft jetzt. Geht bitte nicht zurück zur alten Währung. Nie wieder.”

2.00 Auch Mario Draghi, ebenfalls dem Euro beruflich verbunden, ist Marathon lieber als Waterloo.

Großzügigere Anleihekäufe oder gar einer pauschale Garantie für die Staatsschulden der Eurozone verspricht der EZB-Chef zwar nicht. Aber wenn die EU-Regierungschefs einen neuen Fiskalpakt zustande brächten, sei er zu einer Art Doppelpass bereit.

mit AP