Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Cameron isoliert die Briten


welt

Cameron isoliert die Briten

Großbritannien hat sich mit seiner Blockadehaltung ins Abseits gespielt. Trotz aller Kritik steht der britische Premier David Cameron zu seinem Nein zum europäischen Fiskalpakt: “Für Großbritannien ist es am besten, wenn es sich die Teile von Europa aussucht, von denen es profitiert. Mir macht es keine Angst, manchmal nicht miteingebunden zu werden. Geht es uns besser außerhalb des Euros? Darauf können Sie wetten.”

Die Euroskeptiker in seiner Partei, den konservativen Tories, begrüßten die Entscheidung und forderten noch mehr Unabhängigkeit. Der konservative Abgeordnete Bernard Jenkin sagte: “Jetzt, da die Euro-Staaten einfach weitermachen und es ihnen egal ist, was die Briten denken, sind wir in einer neuen Europäischen Union. Die EU hat sich verändert, es ist also an der Zeit, auch unsere Mitgliedschaft zu ändern.”

Die pro-europäischen Koalitionspartner, die Liberaldemokraten, waren weitaus weniger erfreut. Wirtschaftsminister Vince Cable: “Beide Seiten der Koalition akzeptieren, dass unsere Zukunft auf einer sehr engen Beziehung mit Europa beruht. Wir sind weiterhin Mitglied eines gemeinsamen Marktes. Hunderttausende britische Jobs in allen Sektoren der Wirtschaft, im ganzen Land, sind von diesem gemeinsamen Markt abhängig.”

Cameron hat wie angekündigt mit der “Mentalität einer Bulldogge” für den Londoner Finanzmarkt gekämpft und dadurch Europa den Rücken gekehrt.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Oben-ohne-Protest gegen Dumawahl