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Euroländer gehen jetzt innerhalb der EU eigene Wege

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Euroländer gehen jetzt innerhalb der EU eigene Wege

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In der Eurokrise können sich die 27 EU-Länder nicht auf ein gemeinsames Handeln einigen: Auch nach Verhandlungen bis in den frühen Morgen beim Gipfeltreffen in Brüssel bleibt eine Änderung der EU-Verträge unmöglich. Eine solche Änderung würde die

Maßnahmen im Kampf gegen die Krise für alle verbindlich machen.

Man hätte natürlich lieber eine Vertragsänderung im Rahmen der 27 gehabt, sagt Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Das sei aber nicht möglich gewesen, wegen der Haltung der britischen Freunde. Nunmehr werde es einen Vertrag unter den

siebzehn Euroländern geben. Er sei aber auch für alle anderen offen, die mitmachen wollten.

Großbritannien habe auf nicht hinnehmbaren Zusatzvereinbarungen bestanden, sagt Sarkozy weiter. Neben den Briten verweigern sich auch die Ungarn; Tschechen und Schweden wollen nichts unternehmen, ohne erst ihre Parlamente zu fragen.

Einem Vertrag der siebzehn Euroländer für mehr Haushaltsdisziplin würden damit offenbar auch noch sechs weitere Staaten beitreten. Heute geht es in Brüssel dann um die Einzelheiten; stehen soll der Text im März.

Je mehr Mitglieder die EU habe, so Sarkozys Fazit an diesem Morgen, desto weniger ließen sich alle in die Union integrieren.