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Kongo: Kabilas Sieg umstritten

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Kongo: Kabilas Sieg umstritten

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Amtsinhaber Joseph Kabila hat dem vorläufigen Endergebnis zufolge die Präsidentschaftswahl in der Demokratischen Republik Kongo gewonnen. Doch sein Rivale focht umgehend das Ergebnis an und erklärte sich selbst zum neuen Präsidenten.

Nach mehreren Verzögerungen wegen logistischer Probleme hatte die Wahlkommission am Nachmittag das vorläufige Ergebnis bekanntgegeben, demnach errang Kabila knapp 49 Prozent der Stimmen und sein stärkster Herausforderer Etienne Tshisekedi 32 Prozent. Dessen Wahlkampfmanager erklärte, die Partei habe noch nicht über das weitere Vorgehen entschieden, vertraue aber auch nicht dem Obersten Gerichtshof, der das Ergebnis ratifizieren müsse.

Die Opposition wirft Kabilas Regierung Wahlmanipulation vor. Während laut Augenzeugen in einigen Gegenden das Ergebnis gefeiert wurde, sprachen andere von schwarzen Rauchschwaden über Teilen der Hauptstadt Kinshasa, in der mehr Kabila-Gegner wohnen. Dort war vorsorglich schon vor Bekanntgabe des Ergebnisses Bereitschaftspolizei in den Straßen aufgestellt worden.

Bei Ausschreitungen vor und während der Wahl waren mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Internationale Beobachter hatten Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe bemängelt.