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Russland nach der Wahl: Putins Vorwürfe gegen Amerika

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Russland nach der Wahl: Putins Vorwürfe gegen Amerika

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Die Proteste nach der russischen Parlamentswahl gehen weiter: In Sankt Petersburg waren es rund hundert Menschen, die auf die Straße gingen. Für morgen sind weitaus größere Proteste geplant – auf dem Moskauer Revolutionsplatz, aber auch in Städten im ganzen Land. Seit der Wahl am Sonntag sind bereits mehrere hundert Regierungsgegner festgenommen worden.

Regierungschef Wladimir Putin – der ehemalige Staatspräsident, der nächstes Jahr erneut Präsident werden will – sieht hinter den Protesten Machenschaften aus dem Ausland.

“Wir sind doch alle Erwachsene”, sagt Putin; “und wir wissen alle, dass manche Organisatoren einem wohlbekannten Drehbuch folgen. Ihre politischen Standpunkte sind die von Söldnern.”

Der Regierungschef kündigt auch härtere Strafen für diejenigen an, die sich “im Auftrag anderer Staaten” in die russische Politik einmischten. Er hat dem Westen immer wieder vorgeworfen, Opposition und Menschenrechtler zu finanzieren und gegen die Staatsmacht aufzuhetzen.

Putins Wut richtet sich diesmal vor allem gegen die amerikanische Außenministerin. Mit ihrer Kritik habe

Hillary Clinton das Signal gegeben, sagt er, dem manche Demonstranten gefolgt seien. Clinton verteidigt aber ihre Bemerkungen und spricht von wohlbegründeter Besorgnis über den Verlauf der russischen Parlamentswahl.