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Kongo: Proteste gegen offizielles Wahlergebnis

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Kongo: Proteste gegen offizielles Wahlergebnis

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Einen Tag, nachdem Joseph Kabila zum Sieger der Präsidentschaftswahl im Kongo erklärt wurde, ist es zu Zusammenstößen zwischen Kabila-Gegnern und der Polizei gekommen. Diese Bilder stammen aus der Hauptstadt Kinshasa, aber auch in anderen Städten gab es Proteste. Mindestens ein Mensch wurde laut Presseberichten getötet.

Auf der anderen Seite die Anhänger des seit 2001 herrschenden Präsidenten. Sie feiern das bekanntgemachte Ergebnis der Wahl. Demnach stimmten 49 Prozent der Wähler für den 40 Jahre alten Kabila.

Ende November war in dem zentralafrikanischen Staat mit seinen über 70 Millionen Einwohnern gewählt worden. Schon direkt nach der Abstimmung sprachen viele Oppositionskandidaten von Betrug.

Kabilas Hauptherausforderer Etienne Tshisekedi, der laut der Wahlkommission 32 Prozent der Stimmen bekam, erklärte sich nun selbst zum Gewinner. Er nannte das offizielle Ergebnis eine Provokation und sagte: “Ich betrachte mich als den gewählten Präsidenten.”

Kinshasas Polizeichef ließ wissen, man habe die Lage unter Kontrolle, doch die Furcht vor neuer Gewalt wächst. Schon direkt nach den Wahlen gab es Ausschreitungen, mindestens 18 Menschen kamen ums Leben. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton forderte die Wahlkommission jetzt zu absoluter Transparenz auf, man beobachte die Wahlen genau, sagte sie. Und die USA appellierten an Kabila und seine Kontrahenten, Meinungsverschiedeneheiten im Dialog zu lösen.