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Elfenbeinküste wählt ein neues Parlament

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Elfenbeinküste wählt ein neues Parlament

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In der Elfenbeinküste wird an diesem Sonntag ein neues Parlament gewählt. Rund 5,7 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Beteiligung war zunächst vergleichsweise niedrig. Es ist die erste Wahl seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl Ende November 2010, der ein monatelanger, blutiger Machtkampf zwischen dem abgewählten Laurent Gbagbo und dem offiziellen Wahlgewinner Alassane Ouattara folgte.

Rund 3000 Menschen kamen bei den Auseinandersetzungen in dem westafrikanischen Land ums Leben. Jetzt sind mehrere tausend Soldaten und Polizisten zur Sicherung der Wahlen im Einsatz.

Als voraussichtlicher Sieger gilt die “Demokratische Partei” von Alassane Ouattara, der im Mai dieses Jahres sein Amt als Präsident angetreten hatte. Die “Ivorische Volksfront” von Gbagbo boykottiert den Urnengang.

Gbagbo muss sich derzeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Menschenrechtler beschuldigten aber auch Ouattara und dessen Truppen, Gegner gefoltert und ermordet zu haben.

Vor der aktuellen Wahl, die zur Sicherung der politischen Lage im Land beitragen soll, hatte es wieder Gewalt gegeben. Fünf Menschen kamen in den vergangenen Tagen dabei ums Leben, darunter auch ein Mitglied der Gbagbo-Partei.