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Klimakonferenz: Große Freude über Mini-Ziele

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Klimakonferenz: Große Freude über Mini-Ziele

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Bei der UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban ist der Weg für ein neues und verbindliches Klimaabkommen bereitet worden. Grund genug für Südafrikas Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane, viele Gipfelteilnehmer erst einmal zu umarmen. Denn nach den langen und teils turbulenten Verhandlungen ist das mehr, als viele erwartet hatten. Besonders die EU hatte mit deutlichem Druck auf die Partner die Schaffung eines neuen Klimavertrags vorangetrieben.

Der britische Klimaschutzminister Chris Huhne sagte, “dies ist ein großer Erfolg für die europäische Diplomatie. Wir haben das Thema auf die Tagesordnung gesetzt und es geschafft, uns mit den großen Verschmutzern wie den USA oder China auf einen Fahrplan zu einigen, der ein umfassendes globales Abkommen sicherstellen wird.”

Aber allen Umarmungen und warmen Worten zum Trotz: Vielen genügt das Erreichte nicht. Tasneem Essop vom WWF sagte, “wir sind von dem Ergebnis enttäuscht. Wir hatten rasche Aktionen gegen de Klimawandel erhofft. Das sicherlich größte Problem hier war der fehlende Wille, schnell etwas gegen den CO2-Ausstoß zu tun. Was wir jetzt haben ist im Grunde eine leere Hülle.”

Und dauern wird es noch. Mit einem dreistufigen Fahrplan soll nun eine Erderwärmungsbremse geschaffen werden. Bis 2012 werden alle Länder klären, wie viel CO2 sie einsparen, 2015 soll der Vertrag dann stehen und ab 2020 als Nachfolger des Kyoto-Protokolls umgesetzt werden.

Besonders die aufstrebenden Schwellenländer wie Brasilien, Indien und China sollen künftig stärker eingebunden werden, was denen alledings nicht eben gut gefällt.