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Moldawien: Transnistrischer Langzeitherrscher vor dem Ende?

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Moldawien: Transnistrischer Langzeitherrscher vor dem Ende?

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In dem von Moldawien abtrünnigen Gebiet Transnistrien waren die Menschen an diesem Sonntag zur Präsidentenwahl aufgerufen. Langzeitherrscher Igor Smirnow könnte seinen Job verlieren, denn die Schutzmacht Russland will ihn loswerden. Dafür ließ er sich beim Wählen musikalisch von einem Orchester begleiten.

Igor Smirnow: “Die europäischen Beobachter und die Schutzmächte bringen immer mehr Verständnis für unsere Lage auf. Dennoch müssen jetzt zunächst einmal Moldawien und Transnistrien miteinander verhandeln.” An Smirnows statt sähe Moskau künftig gerne Anatoli Kaminski auf dem Präsidentenstuhl. Ob das klappt, weiß man allerdings frühestens an diesem Montagvormittag.

Im Osten Moldawiens am Fluss Dnjestr gelegen, wird die selbsternannte Republik Transnistrien international nicht anerkannt, nicht einmal von Russland. Die meisten der gut 500 000 Einwohner sind russischer oder ukrainischer Abstammung. Seit langem schon schwelt der Konflikt zwischen Moldawien und Transnistrien, Verhandlungen schlugen bisher fehl, Experten sprechen von einem sogenannten eingefrorenen Konflikt.

Euronews-Korrespondent Sergio Cantone: “Diese Wahl zeigt einmal mehr die Unfähigkeit der transnistrischen Politiker und eines Großteils der Bevölkerung, die Forderungen der internationalen Gemeinschaft umzusetzen. Es wird daher sehr schwierig werden, in den kommenden Tagen eine Übereinkunft mit Moldawien zu treffen.”