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Neue Nachkriegspartnerschaft: USA und Irak besiegeln Kriegsende

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Neue Nachkriegspartnerschaft: USA und Irak besiegeln Kriegsende

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Kurz vor dem Abzug der letzten amerikanischen Soldaten aus dem Irak haben US-Präsident Obama und der irakische Ministerpräsident al-Maliki symbolisch das Ende des Krieges besiegelt. Sie sprachen in Washington über die Nachkriegsbeziehungen und legten am nahegelegenen Arlington Nationalfriedhof gemeinsam einen Kranz für die Gefallenen nieder. Mehr als 4.000 US-Soldaten starben und über 100.000 irakische Zivilisten.

Der Truppenabzug ist bis Jahresende geplant, doch in der Praxis sollen die meisten der noch rund 6.000 im Irak verbliebenen Soldaten schon Weihnachten zu Hause feiern können.

“In den kommenden Tagen werden die letzten amerikanischen Soldaten die irakische Grenze überqueren, mit Ehre und mit erhobenen Häuptern”, erklärte Obama. “Zweifellos hat der Truppenabbau im Irak uns erlaubt, unsere Ressourcen neu zu bündeln und Fortschritte in Afghanistan zu machen, das Scheitern Al-Kaidas einzuleiten, und uns besser auf die Herausforderungen vorzubereiten, die vor uns liegen.”

Vor knapp neun Jahren hatte Obamas Vorgänger Bush die umstrittene Invasion gestartet. Zurück bleiben nun rund neunhundert amerikanische Ausbilder. Republikanische Kritiker des Abzuges fürchten eine größere Einflussnahme durch den Iran. Auch wird Instabilität durch Sektierer und durch die Gewalt im benachbarten Syrien befürchtet.