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Polen fast fertig

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Polen fast fertig

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Das Nationalstadion in Warschau ist beinahe fertig.

Was jetzt noch fehlt, ist die Erlaubnis, es in Betrieb nehmen zu dürfen,- das Stadion kostete eine halbe Milliarde Euro.

In sechs Monaten soll hier das Eröffnungsspiel der EURO 2012, Polen-Griechenland, ausgetragen werden.

Daria Kulinska, Nationales Sport Zentrum:

“Dies ist eins der modernsten Stadien Europas geworden. Unsere UEFA-Kollegen nennen es “The Big Baby”. Es ist unser Lieblingsstadion.”

Die EURO 2012 wird das größte in Polen ausgerichtete Sportereignis aller Zeiten werden. Es sind nicht nur die Fußballfans, die es kaum erwarten können.

EURO 2012 -Souvenirs jedenfalls, sind dieses Jahr ein beliebtes Weihnachtsgeschenk.

Polen ist bereits ein gutes Stück vorangekommen, seit es im Jahr 2007 die Meisterschaften zugesprochen bekam. Dabei war es von Anfang an ein Rennen gegen die Zeit.

Das Land hat Milliarden Euro investiert, nicht nur in die Stadien – auch in die mangelhafte polnische Infrastruktur. Das Geld dafür kam sowohl von der Regierung als auch von europäischen Fonds. Die Herausforderung war gigantisch!

Marcin Herra, CEO der PL.2012:

“Das ist unsere “To-do-Liste”. Das muss noch fertig werden, bevor es losgehen kann. Mehr als 200 große Infrastrukturprojekte, 300 abzuarbeitende organisatorische Punkte und 22.000 kleinere Sachen.”

Auch wenn die EURO 2012 Organisatoren behaupten, alles sei fertig, bleibt noch viel zu tun.

Ein Schlüsselproblem ist der Transport, da es in Polen kein Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnnetz gibt.

Aufgrund mangelhafter Wartung, liegt die Geschwindigkeit der Züge oft deutlich unter 100 Stundenkilometern. Noch wird alles modernisiert, sollen die Reisezeiten doch deutlich verkürzt werden.

Euronews-Reporter Jakub Loska befragte Touristen aus Deutschland, Russland und Spanien nach ihren Eindrücken:

Ein englischsprechender Deutscher:

“Der Zug war erfreulicherweise pünktlich.

Auch wenn es nur ein ganz gewöhnlicher Reisezug von Berlin nach Warschau war.”

Eine Russin:

“Es gibt hier nirgends Fahrpläne, also muss man lange suchen, bis man jemanden findet, der Auskunft geben kann.”

Eine weitere Reisende:

“Die Toiletten…Brrrrrrrrrr!!!”

Es kann also nur noch besser werden! Nicht nur für Bahnreisende, auch für Autofahrer.

Vor fünf Jahren versprach die polnische Regierung, 1000 Kilometer neuer Autobahnen und 2000 Kilometer neue Schnellstraßen. Polnische Bürokratie und die Wirtschaftskrise haben diese Planungen jedoch unrealistisch werden lassen.

Michal Pol, Journalist:

“Als die UEFA die EURO 2012 an uns vergab, dachten alle, das würde eine Art “Marshall-Plan” für uns werden, so wie für Westeuropa nach dem Krieg. Alle dachten, es würden massenhaft Straßen gebaut und neue Eisenbahnverbindungen. Fakt ist: heute dauert es länger von Warschau nach Breslau zu reisen, als vor dem Zweiten Weltkrieg.”

Das Reisen in Polen muss einfacher werden: Über Webseiten soll man seine Reise künftig zumindest besser planen können und dann ein digitales Ticket erhalten.

Marcin Herra, CEO der PL.2012:

“So kann also Jeder, egal ob aus Barcelona, Neapel oder Mailand, ganz einfach seine Reise organisieren und bekommt dann zu einem vernünftigen Preis seine Fahrkarte.”

Michal Pol, Journalist:

“Wenn die Fans mit dem Flugzeug kommen, werden sie problemlos in die Austragungsstädte gelangen, die zumeist wirklich schön sind! Übernachtungen sollten auch kein Problem sein, da es ausreichend Hotels vor Ort gibt. Auch die Spiele werden in einzigartigen Stadien ausgetragen.”