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Regimewechsel in Transnistrien

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Regimewechsel in Transnistrien

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Nach der Präsidentschaftswahl in der international nicht anerkannten, von Moldawien abgespaltenen Region Transnistrien will Amtsinhaber Igor Smirnow die Wahl für ungültig erklären lassen. Nach russischen Medienberichten kommt Smirnow nach inoffiziellen Angaben auf den dritten Platz. An erster Stelle lag demnach Ex-Parlamentschef Jewgeni Schewtschuk. Gegenüber euronews sagte er, man werde sich um eine klarere Politik gegenüber Russland, der Ukraine und gegenüber der Europäischen Union bemühen, um die in den vergangenen 21 Jahren entstandenen Probleme zu lösen. Smirnow hat gut 20 Jahre die Macht in der Region inne gehabt. An zweiter Stelle folgt der derzeitige Parlamentsvorsitzende Anatoli Kaminski. Die ursprünglich für diesen Montag angekündigte Bekanntgabe der offiziellen Wahlergebnisse wurde von der Wahlbehörde zuletzt kurzfristig auf Mittwoch verschoben. Radu Vrabi von der Vereingung für Außenpolitik meint, dass es jetzt zu einer Annäherung zwischen Moldawien und Transnistrien kommen könne, denn das sei im Interesse Russlands und dessen Politik gegenüber der Europäischen Union. “Es sieht so aus, als würde es zu einem Regimewechsel kommen”, meint euronews-Reporter Sergio Cantone. “Präsident Smirnow würde dann nach 20 Jahren sein Amt räumen und eine Lösung für die Probleme zwichen Moldawien und Transnistrien erleichtern. Smirnow selbst sieht diesen Regimewechsel aber als von der internationalen Gemeinschaft aufgezwungen an.”