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David Cameron - völlig überlappt

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David Cameron - völlig überlappt

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Zuhause hagelt es Kritik für David Cameron. Nach seinem Boykott einer EU-Vertragsänderung schmollt der Koalitionspartner des britischen Premierministers, “diplomatisches Desaster” keift die Opposition. Sogar die City-Bosse,

die Cameron mit seinem “Nein” eigentlich

vor Steuern schützen wollte, wettern plötzlich gegen den Regierungschef.

Selbst die Solidaritätsadresse des eigenen Außenministers William Hague klingt irgendwie kryptisch:

“Europa kann sich so weiterentwickeln: es gibt überlappende Kreise der Entscheidungsfindung und nicht jede Nation muss bei allem mitmachen.”

Und Kollegin Hillary Clinton findet an beiden Seiten überlappend Gutes:

“Ich denke, dass Großbritannien seine Rolle in Europa weiterspielt. Was wir natürlich begrüßen. Sorgen macht uns nicht die britische Haltung. Es ist die Frage, ob bei den Entscheidungen der Euro-Länder innerhalb der EU etwas herauskommt, und da sagen wir – nur Mut.”

Und auf der anderen Seite von Atlantik und Ärmelkanal?

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble ist gegen eine Isolierung des verlorenen Sohnes: “Die Tür bleibt offen.”

“Falls das Manöver dazu diente, Banker und Finanzinstitutionen der Londoner City von der

Finanzregulierung zu verschonen,” warnt dennoch EU-Währungskommissar Olli Rehn, “das wird nicht passieren”.

Wird schon werden, meint die Vize-Präsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding: “Die Briten brauchen uns mehr, als wir die Briten brauchen”.

Auch ein gutes Argument, findet David Cameron:

“Unsere Mitgliedschaft in der EU ist von zentralem nationalem Interesse.”

mit Reuters, AP, AFP, dpa