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Kranke Timoschenko erscheint nicht vor Gericht

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Kranke Timoschenko erscheint nicht vor Gericht

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Unter großem Protest hat in der Ukraine die Berufungsverhandlung der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko begonnen.

Rund 2000 Demonstranten forderten vor dem Gericht in Kiew Timoschenkos sofortige Freilassung.

Sie riefen “Schande” und “Julia, wir sind bei dir”.

Im Gebäude scheiterten Timoschenkos Anwälte mit einem Befangenheitsantrag gegen die Richterin. Timoschenko nahm wegen ihres schlechten Gesundheitszustands nicht an der Verhandlung teil.

Ihr Anwalt Serhiy Vlasenko sagte, er habe Timoschenko in ihrer Zelle besucht. Sie sei schwach, fühle sich schlecht und könne nicht nur ihre Zelle, sondern das Bett in ihrer Zelle nicht verlassen. Sie brauche nun die Hilfe des Heilands. Der Gefängnisarzt, den er “Gestapo-Arzt” nannte, könne ihr nicht helfen.

Timoschenko war in einem umstrittenen Prozess wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Gegen Timoschenko sind weitere Verfahren anhängig. Ein zweiter Haftbefehl wurde ausgestellt. Demnach würde Timoschenko auch dann das Gefängnis nicht verlassen können, wenn das laufende Berufungsverhandlung zu ihren Gunsten entschieden würde.