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Occupy-Aktivisten blockieren Häfen an Pazifikküste

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Occupy-Aktivisten blockieren Häfen an Pazifikküste

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Rund tausend Occupy-Demonstranten haben an der US-Westküste mehrere Häfen blockiert.

Im kalifornischen Oakland wurden wegen der Proteste 150 Hafenarbeiter nach Hause geschickt und drei Terminals geschlossen. Die Anti-Wall-Street-Aktivisten feierten das als Erfolg und kündigten an, dass sie am Abend wiederkommen wollen.

Die Occupy-Anhänger haben es mit ihrer Aktion vor allem auf den Getreidehändler EGT und den

Hafenbetreiber SSA Marine abgesehen. Ihr eigentliches Ziel ist aber die Investmentbank Goldman Sachs, die einen großen Anteil an SSA Marine hält. Banken wie Goldman Sachs hätten die Steuergelder eingestrichen, ohne davon etwas an die Bürger weiterzugeben, so ein Demonstrant.

Einige Lastwagenfahrer waren über die Proteste verärgert und klagten, dass die Aktion ihnen schade.

Arun Kumar aus Sacramento meinte: “Als Lastwagenfahrer habe ich nichts von diesen Protesten, im Gegenteil ich verliere Geld, wegen dieser Leute.”

In Long Beach kam es zwischen den rund hundert Demonstranten und der Polizei vereinzelt zu Zusammenstößen.

Die Aktivisten wollen auf die wirtschaftlichen Ungleichheiten, die hohe Arbeitslosigkeit und die Profite des Finanzmarktes aufmerksam machen.

Neben der amerikanischen Pazifik-Küste sind in den kommenden Tagen auch Proteste in Kanada geplant.