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Palästinenser begrüßen Flagge vor UNESCO

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Palästinenser begrüßen Flagge vor UNESCO

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Die palästinensische Flagge vor dem Gebäude der UNESCO in Paris – ein großer politischer Sieg ist das nicht für die Palästinenser, aber ein wichtiger symbolischer. Im Westjordanland wurde das positiv aufgenommen: “Ich hoffe, dass die palästinensische Flagge außer vor der UNESCO demnächst auch in Jerusalem, Haifa und Jaffa wehen wird, denn all dieses Land gehört uns”, sagt ein Mann in Ramallah, “wir sind die einheimische Nation, wir haben hier gelebt und sind in diesem Land aufgewachsen. Die anderen sind Fremde, nicht wir.” Auch in Gaza wurde die Nachricht positiv aufgenommen. Seitens der islamistischen Hamas hiess es, der Schritt der UNESCO helfe der palästinensischen Sache. In Hebron im Westjordanland, wo unter anderem Abraham begraben sein soll, und das deshalb für Judentum und Islam ein heiliger Ort ist, wurde das Ereignis begrüßt. Walid Abu Alhalawa von Komitee für den Wiederaufbau Hebrons sagte, hier blicke man nun dem nächsten Schritt entgegen, der auf die Anerkennung und die Hissung der palästinensischen Flagge folge. Das setze viele weitere palästinensische Städte auf die Landkarte des Weltkulturerbes. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Entscheidung der UNESCO, die Gräber in Hebron auf die Liste des Weltkulturerbes zu setzen, schon vor zwei Monaten als “absurd” bezeichnet. Damit schneide man das jüdische Volk von seinem Erbe ab.