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Timoschenko-Fall Gefahr für EU-Beitritt Kiews?

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Timoschenko-Fall Gefahr für EU-Beitritt Kiews?

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Unter großem Protest hat in der Ukraine  die Berufungsverhandlung der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko begonnen.
 
Rund 2000 Demonstranten forderten vor dem Gericht in Kiew lautstark Timoschenkos sofortige Freilassung.
 
Im Gebäude scheiterten Timoschenkos Anwälte am ersten Verhandlungstag mit einem Befangenheitsantrag gegen die zuständige Richterin. Timoschenko selbst nahm wegen ihres schlechten Gesundheitszustands nicht an der Verhandlung teil.
 
Sie hatte am Vortag den tschechischen EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle in ihrer Zelle zu Gesprächen empfangen.
 
Füle, der in Kiew auch Präsident Viktor Janukowitsch traf, teilte mit, dass die Europäische Union den Prozess aufmerksam beobachten werde.
 
Bei den Gesprächen ging es um ein geplantes
Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ex-Sowjetrepublik.
 
Timoschenko war am 11. Oktober wegen eines 2009 mit Russland geschlossenen Gasliefervertrags verurteilt worden.
 
Demnach soll sie der Ukraine schweren finanziellen Schaden zugefügt haben. Gegen die Anführerin der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004 sind
weitere Verfahren anhängig.