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UNO zählt 5000 Tote in Syrien

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UNO zählt 5000 Tote in Syrien

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In Syrien sind in knapp neun Monaten der Protestbewegung mehr Menschen getötet worden als bisher angenommen: Auf 5000 schätzen die Vereinten Nationen die Zahl der Opfer.

Allein am Montag zählten syrische Aktivsten 16 Tote, darunter zwei Minderjährige. 17 Arbeiter aus der Stadt Homs würden vermisst. Sie seien von einer “bewaffneten Gruppe” aus einem Pro-Assad-Viertel der Stadt verschleppt worden.

Im Uno-Sicherheitsrat brachten Deutschland, Frankreich und Großbritannien die Gewalt in Syrien auf die Tagesordnung. Das Ziel: Eine Resolution gegen Machthaber Baschar al-Assad.

Eine erste Initiative für eine Resolution des 15-Länder-Gremiums war Anfang Oktober am Veto von Russland und China gescheitert.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle:

“Ich meine, es ist notwendig, dass die zögerlichen Länder im Sicherheitsrat ihre Meinung ändern. Ich bin wirklich schockiert über das, was ich hörte, über die Gräueltaten in Syrien. 5 000 Menschen sind getötet worden.”

Außerdem seien mehr als 14 000 Menschen festgenommen worden, so die Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay vor dem Sicherheitsrat. Mehr als 12 000 Syrer seien vor der Gewalt in benachbarte Länder geflohen.

Ungeachtet der Gefechte und Razzien wurden in Syrien Kommunalwahlen abgehalten. Die Opposition boykottierte die Wahlen.

Mit Reuters, dpa, AP