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Vereinte Nationen prangern Syrien an

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Vereinte Nationen prangern Syrien an

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Elf mutmaßliche Regierungsgegner sind bei Razzien in der syrischen Provinz Idlib getötet worden.

Das berichteten Aktivisten, die den Sturz von Präsident Baschar al-Assad fordern.

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, hatte vor den Mitgliedern des Weltsicherheitsrates erläutert, in Syrien seien seit Beginn der Proteste im März mehr als 5000

Zivilisten getötet worden. Eine große Zahl von Syrern sei in Lagern interniert, in denen gefoltert und vergewaltigt werde.

Der Botschafter Großbritanniens bei den Vereinten Nationen, Mark Lyall Grant, erklärte, die Zahl von 5000 Toten schließe Soldaten der syrischen Streitkräfte mit ein, die sich geweigert hätten auf Demonstranten zu schießen und die dann selbst erschossen worden seien. Syrische Soldaten, die von den Oppositionellen erschossen wurden, seien bei dieser Zahl nicht berücksichtigt worden.

Die UN-Hochkommissarin empfahl dem Sicherheitsrat in New York, den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wegen der Vorgänge in Syrien anzurufen.

Die staatlichen syrischen Medien berichteten ausführlich von der Auszählung der Stimmzettel für die Kommunalwahl, die am Montag trotz der Gefechte und Razzien in mehreren Provinzen

stattgefunden hatte.