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...da zog der "ruhige, höfliche Mensch" seine Handgranaten

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...da zog der "ruhige, höfliche Mensch" seine Handgranaten

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Nach dem Blutbad in Lüttich herrschen in Belgien Trauer und Rätselraten über die Motive des Schützen, der vier Menschen getötet und mehr als 100 zum Teil schwer verletzt hat. Als einer seiner ersten Amtshandlungen besuchte Ministerpräsident Elio Di Rupo den Tatort – wie auch das Königspaar Albert II. und Paola.

“Das ganze Land teilt Ihren Schmerz”, sagte Di Rupo den Familien der Opfer. “Dies ist ein isolierter Akt, nicht eine Terrortat oder ein Angriff. Der Schock, den die Bevölkerung empfindet, ist verständlich. Wir teilen ihn.”

Der 33-Jährige Täter hatte im Vorweihnachtsgetriebe der Innenstadt Handgranaten gezündet und um sich geschossen, nicht weit von seiner Wohnung entfernt. Ein ruhiger, höflicher Mensch sei das gewesen, sagen die Nachbarn. Ein Mensch mit einer polizeilichen Vorladung, die er nicht einhielt, heißt es in Justizbehörden, vorbestraft wegen Drogen- und Waffenbesitzes.

Eine Frau aus der Nachbarschaft:

“Ich meine, so ein Mann sollte hinter Gittern bleiben. Ist doch nicht möglich, dass man so einen Mann rauslässt. Was da passiert ist, ist so traurig.”

mit dpa, Reuters