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Euroskeptiker: Für ein "souveränes Polen" 70 Jahre in einen Topf

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Euroskeptiker: Für ein "souveränes Polen" 70 Jahre in einen Topf

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Für ein “wirklich souveränes Polen” haben in Warschau mehrere tausend Regierungsgegner demonstriert. Für die konservative, euroskeptische Partei “Recht und Gerechtigkeit” heißt das:

Opposition gegen die Europapolitik der liberalen Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk und Außenminister Radoslaw Sikorski.

Sie hatten sich für eine stärkere EU-Kommission und mehr Finanzaufsicht über die Mitgliedsstaaten ausgesprochen.

Anlass der Demonstration: Vor genau dreißig Jahren hatte die kommunistische Führung das Kriegsrecht verhängt, um die Proteste der Gewerkschaft Solidarnosc niederzuschlagen.

Demonstrant Andrzej Hadacz:

“Wir hören so merkwürdige Ansagen von Minister Sikorski. Er möchte einen Teil der polnischen Souveränität nach Brüssel abgeben – dann regieren sie uns von dort. Das ist ein Skandal und sollte bestraft werden.”

Manche Demonstranten spannen den roten Faden sogar 70 Jahre zurück – zum KZ Auschwitz unter deutscher Besatzung.

mit Reuters, dpa