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OPEC beschränkt Ölförderung

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OPEC beschränkt Ölförderung

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Die Organisation Erdöl exportierender Länder hat sich erstmals seit drei Jahren auf eine Begrenzung der Ölförderung verständigt. Alle zwölf OPEC-Mitglieder hätten einer Beschränkung von 30 Millionen Barrel pro Tag zugestimmt, hieß es beim Treffen der Ölminister des Kartells in Wien. Das entspricht in etwa der derzeitigen OPEC-Fördermenge an Rohöl.
 
Die Vereinbarung soll zunächst für das erste Halbjahr 2012 gelten, erklärte Venezuelas Ölminister Rafael Ramirez. Dadurch wollten die Mitgliedsländer erreichen, dass die Ölreserven im zweiten Quartal wieder aufgebaut werden. Damit reagiere die OPEC auf den weltwirtschaftlichen Abschwung.
 
Bei einer Förderung von rund 30 Millionen Barrel täglich lag der durchschnittliche Rohölpreis im laufenden Jahr bei 107 Dollar pro Barrel. Dieser Preis wird von den meisten Mitgliedsländer als angemessen angesehen.
 
Insgesamt beliefen sich die Exporteinnahmen der OPEC-Länder 2011 auf knapp 900 Milliarden Dollar, der zweithöchste Wert aller Zeiten. 
 
Die Ölminister schraubten zudem die weltweite Nachfrage zurück. Grund ist die dümpelnde US-Konjunktur und die Schuldenkrise in der Eurozone.
Mit der gleichen Begründung hatte bereits am Dienstag die Internationale Energie-Agentur ihre Prognose ebenfalls reduziert.