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Draghi: "Beschlüsse von EU-Gipfel reichen nicht"

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Draghi: "Beschlüsse von EU-Gipfel reichen nicht"

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Es war ein Hoffnungsschimmer in düsteren Zeiten: Spanien hat sich am freien Markt deutlich mehr Geld besorgen können, als zunächst gedacht. Insgesamt nahm der Staat rund 6 Milliarden Euro auf, weit mehr, als geplant. Die Laufzeiten reichen von fünf bis zehn Jahren, im kürzeren Bereich sank die Rendite.

Spanien steht damit besser da als Italien. Mit Spannung werden dort die Auswirkungen des Sparpakets erwartet, das Regierungschef Mario Monti jetzt durchs Parlament bringen will.

Unterdessen verlangte EZB-Chef Mario Draghi in Berlin schärfere Finanzmarktregeln. In Berlin sagte er: “Die Entscheidungen vom EU-Gipfel sind zusammen mit dem jüngst vom EU-Parlament verabschiedeten Sechserpack ein Durchbruch für klare Fiskalregeln und unserer Währungsunion. Es ist aber nicht genug, um das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen. Wir müssen also den Investoren versichern, dass die Staatsschulden schnellstmöglich zurückgezahlt werden.”

Aus dem abstufungsbedrohten Frankreich kommen derweil harsche Töne in Richtung der Ratingagenturen. Zentralbankchef Christian Noyer hält eine Herabstufung seines Landes für ungerechtfertigt, die Agenturen handelten unverständlich und irrational. Statt Frankreich, sollte vielmehr Großbritannien seine Triple-A-Wertung verlieren, sagte Noyer.