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Erneut lebenslang für Schwerverbrecher Carlos

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Erneut lebenslang für Schwerverbrecher Carlos

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Der Schwerverbrecher Carlos ist in Frankreich erneut zu lebenslanger Haft verurteilt worden, davon achtzehn Jahre in Sicherungsverwahrung – das ist das mögliche Höchstmaß. Der 62-Jährige will gegen das Urteil vorgehen.

Carlos, auch bekannt als “Schakal”, sitzt bereits lebenslang in Haft, wegen der Tötung zweier Polizisten und eines Verbindungsmanns 1975 in Paris.

In dem jetzigen Prozess ging es um Anschläge Anfang der Achtziger, ebenfalls in Frankreich. Dabei wurden insgesamt elf Menschen getötet. Dazu gehörte der Anschlag auf eine arabische Zeitung in Paris oder auf einen Schnellzug.

Laut Anklage wollte Carlos damit zwei Mitstreiter freipressen, die kurz zuvor verhaftet worden waren. Es waren seine deutsche Freundin und spätere Frau Magdalena Kopp und der Schweizer Bruno Bréguet.

In Abwesenheit wurde auch gegen drei Mitstreiter von Carlos verhandelt. Einer, der Palästinenser Ali Kamal Issawi, ist untergetaucht.

Der Deutsche Johannes Weinrich sitzt schon in lebenslanger Haft in einem Berliner Gefängnis, wegen des Anschlags auf das französische Kulturinstitut Maison de France 1983.

Beide Männer bekamen in dem jetzigen Prozess ebenfalls lebenslänglich.

Die Deutsche Christa Fröhlich wurde dagegen freigesprochen. Sie lebte auch bisher schon in Freiheit in Hannover. Die Anklage hatte für sie wegen ihrer möglichen Rolle in einem der Anschläge fünfzehn Jahre Haft gefordert.