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Moschee in Jerusalem angezündet

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Moschee in Jerusalem angezündet

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Jüdische Extremisten haben im Zentrum Jerusalems eine Moschee in Brand gesteckt. Die Täter hinterliessen antimuslimische Graffiti wie «Mohammed ist tot» und «Ein toter Araber ist ein guter Araber».

Außerdem sprühten sie das Wort «Preisschild» an die Mauern der Moschee. Das soll Entschädigungsansprüche für geräumte illegale Siedlungen ausdrücken.

Seit ein paar Wochen werden immer wieder militärische Stützpunkte und muslimische Einrichtungen im Westjordanland und in Nordisrael angegriffen.

Extremistische Siedler wollen die Schließung illegal errichteter Außenposten im Westjordanland verhindern. Israels Regierung will Gewalttäter und Anstifter nun unter anderem vor Militärgerichte stellen und aus dem Westjordanland ausweisen.

Als “Provokation” hat der deutsche Außenminister Guido Westerwelle den jüngsten Brandanschlag scharf verurteilt. Das berge enormes Konfliktpotenzial, sagte der FDP-Politiker. Die Amschläge “belasten die ohnehin schwierigen Bemühungen um Ausgleich und Frieden in Nahost und müssen unterbunden werden.”

mit Reuters