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Vier Stunden Dauerputin

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Nach den Protesten gegen Wahlfälschungen

in Russland hat Regierungschef Wladimir Putin in einer vierstündigen Sendung im Staatsfernsehen zum Gegenschlag ausgeholt.

Russlands starker Mann wies die massiven Vorwürfe zehntausender Bürger zurück und kritisierte seine Gegner scharf. Forderungen nach Neuwahlen erteilte Putin eine klare Absage.

Der 59-Jährige rief die Bevölkerung in der Sendung auf, ihn am 4. März 2012 nach vierjähriger Präsidentschaftspause wieder zu wählen:

“Die Menschen sind der einseitigen Einflussnahme eines Landes doch längst müde! – Zur Partnerschaft mit den USA. Ja, wir wollen Freund der USA sein, aber: Was ich jetzt erlebe, das ist keine freundschaftliche Beziehung.

Manchmal hab ich den Eindruck, Amerika braucht gar keine Freunde,- es braucht bloß Vasallen.”

Putin will sich im März wieder in den Kreml wählen lassen. Amtsinhaber Dmitri Medwedew, soll

dann Regierungschef werden.

Präsident werden will nun auch Milliardär Michail Prokhorow. Der drittreichste Russe kündigte für den Fall seiner Wahl die Befreiung des inhaftierten Kremlkritikers Michail Chodorkowski an.

Entsprechend schloss auch Putin die Begnadigung des früheren Ölmanagers nicht mehr grundsätzlich aus, soll Mitbewerber Prokhorow offenbar nicht einseitig punkten können.

In Russland kann nur der Präsident Häftlinge begnadigen.