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Auf den Tag genau vor 25 Jahren: Andrei Sacharov aus dem Exil zurück

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Auf den Tag genau vor 25 Jahren: Andrei Sacharov aus dem Exil zurück

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Am 19. Dezember 1986 kehrt der sowjetische Dissident und Wissenschaftler Andrei Sacharow auf Wunsch von Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow nach acht Jahren aus der Zwangsverbannung nach Gorki (heute: Nischni Nowgorod) nach Moskau zurück.

Als Physiker hatte Sacharow an der Entwicklung einer der ersten Wasserstoffbomben mitgewirkt. Ab 1955 erkannte der Forscher jedoch die verhängnisvollen Folgen der Atombomben und wurde zu einem erklärten Gegner der Atomwaffen und ein Vorkämpfer für die Menschenrechte.

1975 wurde Andrei Sacharow für sein Engagement mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Da er nicht zur Preisverleihung nach Oslo reisen durfte, nahm seine Frau Jelena Bonner den Preis für ihn entgegen. Im Untergrund setzte Sacharow seine Arbeit fort, auch nachdem er 1980 nach Gorki verbannt unter der Aufsicht des KGB leben musste – bis ihn 1986 Gorbatschow am Telefon bat, in die Hauptstadt zurückzukehren.

Noch vor Sacharows Tod 1989 rief das EU-Parlament einen nach dem Menschenrechtler benannten Preis für die Pressefreiheit ins Leben, der seitdem jedes Jahr im Dezember verliehen wird.

Auch an einem 19. Dezember : Edison erhält ein Patent auf den Phonographen (1877), Gründung von Borussia Dortmund (1909), Charles de Gaulle wird als erster Präsident in Direktwahl zum französischen Präsidenten gewählt – er gewinnt die Stichwahl gegen Francois Mitterrand (1965), Deutsche Erstaufführung von “Bonnie und Clyde” von Arthur Penn (1967)

Am 19. Dezember geboren: Edith Piaf (1915-1963), Elisabeth Noelle-Neumann (1916-2010), Rudi Carrell (1934-2006), Jennifer Beals (1963), Til Schweiger (1963), Béatrice Dalle (1964), Jens Lehmann (1967), Alyssa Milano (1972), Karim Benzema (1987)