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"Joachim" wütet in der Bretagne

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"Joachim" wütet in der Bretagne

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Sturmtief “Joachim” hat in Westfrankreich für Chaos und Verspätungen gesorgt. Die Rettungsarbeiten an einem vor der bretonischen Küste gestrandeten Tanker verzögerten sich, der Frachter verlor weiter Öl. Die Mannschaft musste mit dem Hubschrauber in Sicherheit gebracht werden. Warum der Tanker trotz schwerer Sturmwarnung aus dem Hafen von Lorient auslief, blieb zunächst unklar.

Orkan Joachim war in der Nacht über die westfranzösische Küste mit heftigen Böen hinweggezogen. In 400.000 Haushalten gab es keinen Strom.

Nichts verlief nach Zug-Fahrplan – wie am Bahnhof von Nantes. Dort kam es zu langen Warteschlangen. Eine Studentin sah es gelassen. “Was für ein Ärger, aber es ist nicht so schlimm,” erklärte sie. “Ich habe ja Urlaub.”

“Ich wollte nach St. Germain en Laye fahren, um den hundertsten Geburtstag meiner Patentante zu feiern,” ärgerte sich eine Rentnerin. “So ein Pech! Denn im letzten Jahr zu ihrem 99ten war alles zugeschneit.”

Auch in der benachbarten Schweiz sorgte das Sturmtief für Chaos. Im Kanton Bern entgleiste ein Zug, als ein entwurzelter Baum auf die Schienen fiel. Am Züricher Flughafen fielen mehr als 20 Flüge aus.

Böen, Starkregen und der Wintereinbruch beeinträchtigten auch den Verkehr in Deutschland.