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Mauretanien gibt EU-Fischern einen Korb

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Mauretanien gibt EU-Fischern einen Korb

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Die europäische Fischereiindustrie hat einen weiteren Rückschlag erlitten. Die Verhandlungen der EU über ein neues Fangabkommen mit Mauretanien sind gescheitert. Am Mittwoch hatte das Europaparlament die Verlängerung des Fischereiabkommens mit Marokko abgelehnt. Die Gespräche mit Mauretanien scheiterten an der Höhe der von der EU angebotenen Ausgleichszahlungen. Die spanische Fischereiministerin Rosa Aguilar fordert von der EU Schadensersatz für den Verlust der Fischgründe vor Afrika:

“Die EU muss den Fischern den Schaden, den sie verursacht hat ersetzen”, sagte Aguilar. Javier Garat vom spanischen Fischereiverband CEPESCA machte Fischereikommissarin Maria Damanaki für das Scheitern der Verhandlungen persönlich verantwortlich.

Die EU hatte für 110 europäische Kutter, neue Fangrechte in mauretanischen Gewässern bekommen wollen. Die meisten Kutter stammen aus Spanien. Die Verluste aus dem nicht verlängerten Abkommen mit Marokko beziffert Madrid auf mehr als 30 Millionen Euro.