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Gedenkmarsch für Opfer des Amoklaufs von Lüttich

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Gedenkmarsch für Opfer des Amoklaufs von Lüttich

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Vier Tage nach dem Amoklauf im belgischen Lüttich haben rund 800 Menschen der Opfer gedacht. Sie versammelten sich auf dem Saint-Lambert-Platz im Stadtzentrum. Hier hatte am Dienstag der Amokläufer mehrere Handgranaten in die Menschenmenge geworfen und um sich geschossen, bevor er sich selbst tötete. Vier Menschen starben, darunter ein 17 Monate altes Kleinkind, mehr als 120 erlitten Verletzungen. “Ich war hier, mit meinem Freund, kurz bevor es geschah”, erinnert sich eine Frau. “Ich hatte sehr viel Glück. Wenn ich an das Schicksal der anderen denke, wenn ich mich an die Stelle der Eltern versetze, macht mich das sehr traurig.”

Nach dem Gedenken am Anschlagsort marschierte die Menge durch die Innenstadt von Lüttich, zunächst zum Krankenhaus, wo viele der Verletzten behandelt wurden, anschließend zum Friedhof. Hier wurde am Samstag morgen das jüngste Opfer zu Grabe getragen, der 17 Monate alte Gabriel.

Der beim Amoklauf getötete 15-jährige Schüler war bereits am Freitag auf einem Friedhof in der Nähe Lüttichs beigesetzt worden.

Am kommenden Dienstag, eine Woche nach der Bluttat, findet eine offizielle Gedenkfeier statt, zu der Belgiens Ministerpräsident Elio di Rupo erwartet wird.