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Jemen: Militär verlässt Sanaa

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Jemen: Militär verlässt Sanaa

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In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hat das Militär mit dem vereinbarten Abzug begonnen. Dieser ist so etwas wie die Feuerprobe für den Waffenstillstand, auf den sich Kämpfer der Opposition und regierungstreue Truppen verständigt hatten. In Gefechten zwischen Soldaten von Präsident Ali Abdullah Saleh und Anhängern oppositioneller Gruppierungen waren in den vergangenen Monaten Dutzende Menschen getötet worden. Nun sieht man in den Straßen von Sanaa Baumaschinen, mit denen die während der Auseinandersetzungen errichteten Barrikaden niedergerissen werden.

Ende November hatte Saleh dem wachsenden Druck nachgegeben und ein Abkommen zur Machtübergabe unterzeichnet. Gleichzeitig wurde ihm Straffreiheit zugesichert – aber dagegen laufen viele Menschen im Jemen Sturm. Am Freitag protestierten Tausende gegen die Amnestie. Sie fordern, dass sich Saleh vor einem Gericht für den Tod zahlreicher Aktivisten verantworten muss, die von seinen Sicherheitskräften getötet worden waren. Der Opposition werfen die Demonstranten vor, den Deal akzeptiert zu haben.