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Nach Blutbad von Lüttich erstes Opfer beigesetzt

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Nach Blutbad von Lüttich erstes Opfer beigesetzt

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Drei Tage nach dem Blutbad von Lüttich ist das erste der Opfer beigesetzt worden. Es ist der fünfzehnjährige Mehdi Belhadj. Nach dem Freitagsgebet in einer Moschee der belgischen Stadt wurde er im nahegelegenen Jupille beerdigt.

Heute wird dann das ebenfalls getötete Kleinkind beigesetzt, am Montag die beiden anderen Opfer: ein weiterer Schüler und eine Rentnerin. Für Dienstag ist in Lüttich eine offizielle Trauerfeier angesetzt – am Tatort, der Place Saint-Lambert.

“Warum hat der Mann das getan”, fragt sich Mehdis Vater. “Seit drei, vier Tagen versuche ich das zu verstehen. Ich sehe nicht fern und höre kein Radio. Das interessiert mich nicht mehr: Ich will, dass die Justiz mir sagt, warum er Waffen hatte. Ich verstehe das nicht.”

Bei dem Anschlag hatte ein Mann Sprengsätze in eine Menschenmenge geworfen und anschließend geschossen. Kurz zuvor hatte er bereits eine Frau umgebracht; mit einem Kopfschuss tötete er sich schließlich selbst. Der Grund für seine Tat ist unbekannt.