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Notstand in Kasachstan verhängt

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Notstand in Kasachstan verhängt

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In der kasachischen Stadt Schanaosen ist der Notstand ausgerufen worden. Es gilt eine dreiwöchige Ausgangssperre. Präsident Nursultan Nasarbajew reagierte damit auf die Zusammenstöße von diesem Freitag. Offiziellen Angaben zu Folge wurden elf Menschen getötet, die Opposition spricht von mehr als 70 Todesopfern.

Eine Augenzeugin erinnert sich: “Die Behörden hätten auf unbewaffnete und wehrlose Demonstranten mit scharfer Munition geschossen, das sei eine Provokation.”

Sicherheitskräfte hätten die Demonstranten provoziert, berichten Zeugen. Von offizieller Seite hingegen hieß es, entlassene Ölarbeiter hätten die Vorbereitungen für den Unabhängigkeitstag Kasachstans gestört. Sie hätten sich mit Brandbomben bewaffnet. Im ressourcenreichen und autoritär regierten Kasachstan streiken mehrere tausend Menschen bereits seit Mai gegen Ausbeutung und für höhere Löhne.