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Letzte US-Soldaten verlassen den Irak

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Letzte US-Soldaten verlassen den Irak

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Der Irak-Einsatz des US-Militärs ist vorbei: Fast neun Jahre nach Beginn des Krieges hat der letzte Konvoi mit rund 500 Soldaten das Land verlassen. Nachdem der letzte Armeelastwagen die Grenze zu Kuwait passiert hatte, wurde das Grenztor geschlossen. Der Abzug der US-Truppen aus dem Irak ist damit beendet, US-Präsident Barack Obama hat eines seiner zentralen Wahlversprechen erfüllt. Zuvor wurden die Militärfahrzeuge beladen, viele Soldaten verbrannten ihre Uniformen und freuten sich ganz unverhohlen auf die baldige Heimkehr.

Freude herrschte auch bei den meisten Irakern. Schließlich übernehmen sie nun wieder selbst die Verantwortung für ihr Land. “Die US-Truppen haben in Wirklichkeit viele Probleme in unserem Land verursacht”, meint ein Mann in Basra, “und sie hinterlassen uns nun vor allem zahlreiche Schwierigkeiten.” Ein anderer Passant spricht vom “Tag des Siegs”: “Die Iraker haben so lang auf diesen historischen Moment gewartet. Wir sind die Amerikaner los und mit Gottes Hilfe werden wir nun Forschritte machen.”

Auch wenn viele Iraker diesen Tag herbeigesehnt hatten: auf sie warten nun große Herausforderungen. Sie müssen das vom Krieg gezeichnete Land innenpolitisch stabilisieren und die gerade erst installierte Demokratie fortführen und festigen.